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Sterben

Die eigene Endlichkeit ist schwer vorstellbar. Die meisten Menschen fühlen sich hilflos und hoffen, dass es schnell gehen möge, wenn es schließlich so weit ist. Oder es geht ihnen wie Karl Valentin: "Nicht dass ich Angst vorm Sterben hätte – ich möchte einfach nicht dabei sein wenn’s passiert".

Die Unsicherheiten und Ängste, die mit dem Sterben einhergehen, sind für Betroffene und Angehörige unterschiedlicher Natur. Bei alten Menschen dominieren laut Umfragen die Angst vor Schmerzen und Einsamkeit in der Todesstunde, daneben aber auch die Sorge um die Menschen, die sie zurücklassen müssen. Zurückbleibende haben in der Regel starke Verlust-Angst und scheuen sich vor den unbekannten Verpflichtungen, die der Tod ihres Vertrauten mit sich bringt.

Ängste zu haben ist allgemein menschlich. Der Umgang mit Ängsten ist jedoch individuell. Man kann sie verdrängen oder sich ihnen stellen. Manchmal stellt sich in der Auseinandersetzung mit einer Angst heraus, dass diese ganz unbegründet ist, z.B. weil man sich auf viele Dinge vorbereiten kann. Auch beim Thema Sterben gilt: Gute Vorbereitung lässt viele Probleme erst gar nicht entstehen. Je mehr Dinge geklärt sind, desto ruhiger kann sich der Abschied für beide Seiten gestalten. Und mancher ist vermutlich erstaunt darüber, wie viel Einflussnahme auch in der letzten Lebensphase möglich ist.

 

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