Der richtige Zeitpunkt
Wann Betreuungshilfe beginnen sollte, ist nur individuell zu beantworten, doch jede Form der Überlastung bietet einen Ansatzpunkt für Hilfe. Spätestens wenn das, was man doch sein Leben lang bewältigt hat, plötzlich mühsam wird, Angst einflößt oder unübersichtlich wird, sollte über Unterstützungsmöglichkeiten nachgedacht werden.
Wenn Sie bei sich oder einem alten Menschen im Familien- oder Freundeskreis starke oder dauerhafte Veränderungen wahrnehmen, sollten Sie versuchen, die Situation anzusprechen bzw. ein Hilfsangebot zu machen. Hier ist viel Fingerspitzengefühl gefragt. Wer Angst vor Bevormundung hat oder sich leicht über den Tisch gezogen fühlt, wird bei dem Thema Betreuung meist nicht an Entlastung denken, sondern vielleicht Aggressionen oder Depressionen entwickeln.
Entlastung kann nur geschehen soweit der Betroffene das zulässt. Überfordern Sie Ihr Gegenüber daher nicht. Nicht jeder nimmt Zeichen der eigenen Überlastung wahr, und manchmal benötigt es sogar einen Sturz, um sich den eigenen Hilfebedarf einzugestehen. Vielen fällt es auch schwer, um Hilfe zu bitten oder diese anzunehmen. Manchmal genügt es, auf Zeichen der Überlastung unmittelbar und unkompliziert zu reagieren, z.B. indem sichtlich schwierige Aufgaben nach Absprache probeweise übernommen werden.
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